23.04.2008 - Ausstellungseröffnung anlässlich des CSD 2008 in Potsdam

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Klar kann man alles sein…

so sollte die Botschaft lauten; die Akteure zeigten sich von ihrer besten Seite, mal im bunten, mal im schlichten Outfit; steht’s mit dem gewissen „Etwas“, den Betrachter zum hinschauen zu verleiten. Groß waren sie und eindrucksvoll mit dunklem Hintergrund, die Fotos an den weißen Wänden des Potsdamer Landtages im Flur der SPD-Fraktion. Eingeladen hatte die SPD im Rahmen des diesjährigen Christopher-Street-Day in Potsdam. Zur Eröffnung ergriff Günter Baaske, SPD - Fraktionsvorsitzender das Mikro; Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Familie, Dagmar Ziegler sprach eindrucksvoll das Grußwort. Wer das „schwule“ Leben nicht kennt, wird sich verwundert umschauen und fragen „was soll das alles? - wofür soviel „Tamtam“, setzt Potsdamer Designstudent Christoph Köhler seine Modelle doch recht „alltäglich“ in Szene. Keine pinken Plüschrahmen oder zartrosa Teppiche schmückten die Galerie; hier wurde Kunst und Betrachterblick ganz „normal“ eingesetzt. Wo „Normen“ aufeinander stoßen, entstehen merkwürdige Dinge, so auch das bekannte Schimpfwort „schwule Sau“, welches den Rahmen dieser Veranstaltung säumte. Wahrnehmung - was für ein Wort, wenn man über das Wort „schwul“ auf der Bildleiste stolpert, weil man den abgebildeten Menschen im Zusammenhang mit Arbeit, Freizeit oder Zärtlichkeit plötzlich mit sexuellen Mustern konfrontiert sieht - Wahrnehmung ändert sich, keine Frage. „Coming Out in Dallow“ setzte das Thema bebildert weiter um. Klarer Stil - eindeutig Manga. Marik Roeder, ein Punk und Künstler, der seine Bilder kaum drei Schritte weiter aufhängen lies um dem Landtag Farbe einzuhauchen, wird wohl zukünftig kein Unbekannter bleiben. Wer an diesen Wänden aushängt steht im Blitzlichtgewitter und kann lächeln.


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Text / Fotos: Christian Müller